Deutschland ist nicht barrierefrei


Rollstuhlfahrer kennen das. Barrierefreiheit kann aber auch bei einem Menschen schon gesehen werden der kurzfristig durch einen Unfall an einem Gehstock sich fortbewegen will. Schnell stößt er an seine Grenzen. Treppenaufgänge werden da schon zum Hindernislauf. Barrierefreiheit ist der Zustand als eine leichte einfache Zugänglichkeit. Menschen mit Beeinträchtigungen sind zu meist ältere Menschen mit Geh-, Seh- oder Gleichgewichtsstörungen. Natürlich sind es aber auch Eltern mit Kleinkindern plus Kinderwagen. Personen, die mit einem Rollator unterwegs sind brauchen auch hier einen ungestörten Zutritt.  Wenn man der Statistik Glauben schenkt so werden die Zahl der 80jährigen und Älteren in Deutschland bis zum Jahr 2050 sich verdreifachen. Das also derzeit von knapp 4 Millionen 80zig-Jähriger auf zehn Millionen anwächst. Deshalb ist es umso wichtiger her Maßnahmen zu erkennen und umzusetzen. Es gibt natürlich für alles in Deutschland Gesetze und Verordnungen.

Unendlich viele Barrieren versperren den Weg

Keine sichbare Behinderung oder körperliche Behinderung kann den Weg zum Arzt im urlaub zum scheitern bringen. In Großstädten wie Frankfurt, München, Hamburg, Berlin gibt es in vielen modernen Einrichtungen Praxen die nur noch über gläserne Fahrstühle verfügen. Bei Menschen mit Höhenangst kann dies zu einem unüberwindlichen Problem werden. Das gleichegilt für Wendeltreppen im Aussenbereich oder in Hotels. Allein die Tatsache das Kleinwüchsige nicht an normale Tischplatten kommen oder sich nur schwer in einen normalen Sessel setzen können zeigt wie weit wir in Deutschland sind.
Großgewachsene benötigten höher gelegte Installationen. Viele Menschen benötigen eine behindertengerecht ausgestattete Wohnung.Gibt es keine machbaren Alternativen, ist ein Gebäude auch für solche Menschen nicht barrierefrei. Kaum eine in den Sechzigern oder Siebzigern erbaute Wohnung erlaubt, einen Rollator oder einen Rollstuhl durch die Zimmertüren zu bewegen. Wohnungen müssten auf eigene Kosten – aber mit Genehmigung des Vermieters – rollstuhlgerecht umgebaut werden.
 

Das deutsche Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) definiert die Barrierefreiheit in § 4:
Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Hierbei ist die Nutzung behinderungsbedingt notwendiger Hilfsmittel zulässig.

Dieses weitergehende Verständnis von Barrierefreiheit findet sich in Deutschland auch beispielsweise in den Landesbauordnungen der Bundesländer. Gesetze, die den öffentlichen Verkehr betreffen, sprechen häufig von Menschen mit Behinderungen und solchen mit anderen Mobilitätsbeeinträchtigungen, so z. B. § 3 des Bundesfernstraßengesetzes, § 8 Abs. 3 des Personenbeförderungsgesetzes, § 19d und § 20b des Luftverkehrsgesetzes.

Barrierefreiheit in den eigenen Wänden

Zwei äußerst wichtige Begriffe stehen ein Raum: „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ -
Diese sind genau definiert und garantieren bestimmte Ausstattungsmerkmale, und zwar durch die DIN 18040.
Darin sind bestimmte Normen für barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen festgelegt.

  • Die DIN 18040-1 bezieht sich auf die barrierefreie Gestaltung von öffentlichen Gebäuden,
  • die DIN 18040-2 normiert die barrierefreie Gestaltung von Wohngebäuden.
Und dann gibt es da noch „Seniorengerecht und Altengerecht“
 
Da fangen wir gleich mal damit an, dass gerade Ältere enorme Probleme haben wenn sie sich waschen wollen. Die Unsicherheit, vielleicht auch auf dem nassen Boden im Bad sind unfallträchtig. Hier brauchen Senioren altengerechte Hilfsmittel wie z.B. Haltegriffe. So bekommt der Senior wieder mehr Sicherheit. Ein guter Halt ist immer wichtig. Was für die Dusche und für das Bad schon Alltag ist kann für Toiletten, Waschbecken und auch den Flur wichtig sein. Haltegriffe und Haltestangen geben Sicherheit.
Und Stützgriffe gibt es auch in Pflegebetten, also Betten für Senioren die alleine nicht mehr aus einem normalen Bett mehr herrauskommen ohne mit der Angst leben zu müssen eventuell zu fallen.